Cafés, Bücher und Menschen

Januar 2021

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Für Portugiesen gehört der tägliche Sprung ins Café, in die ‘pastelaria’ einfach dazu, egal ob morgens vor der Arbeit oder zum Abschluss der Mittagspause oder einfach zwischendrin. Diese Tradition erklärt die große Zahl von Cafés in allen Orten des Landes. Und sie ist auch der Grund dafür, dass es viele Cafés mit historischen Wurzeln gibt. Sie sind im Verein der historischen Cafés ‘Associação dos Cafés com História de Portugal’ zusammengefasst, der jetzt vom Europäischen Netzwerk für Kulturtourismus (ECTN) ausgezeichnet wurde. Der Verein möchte eine portugiesisch-spanische Route historischer Cafés schaffen, die Reisenden ein Bild von der Geschichte der traditionellen Bewirtung auf der Iberischen Halbinsel und gleichzeitig einen Eindruck von der Entwicklung der jeweiligen Städte vermitteln. Auch in der Algarve gibt es zwei Adressen, die auf dieser Route liegen und einen Besuch lohnen: Das Café Aliança (s. Foto) in Faro und das Café Calcinha in Loulé , die in den vergangenen fast zwei Jahrhunderten auch Lieblingsorte von Künstlern und Schriftstellern der Region waren.
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Wer sein Urlaubsziel Portugal und die Menschen von der literarischen Seite kennenlernen möchte, findet in einem kleinen Verlag mit dem Namen ‘Oxalá’ (eine Interjektion, die in etwa “hoffentlich” bedeutet), der sich auf die Herausgabe bekannter und neu zu entdeckender portugiesischer Autoren verschiedener Epochen in deutscher Sprache und zweisprachig spezialisiert hat. Der im westfälischen Lünen beheimatete Verlag gibt sowohl Klassikern als auch solchen Autoren Raum, die selbst durch Emigration die Erfahrung eines Lebens zwischen zwei Welten gemacht haben. Bücher, die populäre und im Lande allgegenwärtige Sprichwörter präsentieren und erklären oder Volksmärchen aus Portugal vorstellen, stehen neben Erzählungen der Dichterin Sophia de Mello Breyner, die einen großen Teil ihrer Werke der Algarve gewidmet hat, und vieles mehr.
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Portugal wird immer öfter zum Erst- oder Zweitwohnsitz für Menschen aus anderen Ländern. Und acht der zehn Gemeinden des Landes mit dem höchsten Ausländer-Anteil an der Gesamtbevölkerung befinden sich in der Algarve. Laut Daten der portugiesischen Statistikbehörde INE leben knapp sechzehn Prozent aller in Portugal lebenden ausländischen Mitbürger an der Algarve: Nahezu vier von zehn Bürgern des Kreises Vila do Bispo besitzen einen nicht-portugiesischen Pass. Nur unwesentlich weniger sind es in Albufeira, in Lagos ist ein knappes Drittel der Bewohner aus anderen Ländern zugezogen, in Aljezur knapp dreißig Prozent. In Tavira und in Loulé liegt der ausländische Bevölkerungsanteil bei rund einem Viertel. Die Stadt Lagoa zählt 21 Ausländer pro 100 Einwohner, in Portimão sind es 18.
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