Rustikales, Wanderlust, aus dem Meer und häppchenweise

September 2021

01
Zum Herbst gehört die Ernte. In der Algarve gilt das nicht nur für Wein und Kork, sondern auch für Johannisbrot, auf Portugiesisch: Alfarroba – eines der Symbole der Algarve. Portugals Süd-Region ist weltweit der größte Erzeuger dieser vielseitig einsetzbaren Frucht des immergrünen Baums. Sie wird wie seit Menschengedenken auch heute noch manuell geerntet: Erfahrene Helfer klettern in den Baum und streifen die dunkelbraunen Schoten von den Ästen herunter auf Planen, die rund um die Bäume gelegt werden. Andere Helfer rütteln die 10 bis 30 cm langen Früchte mit einem speziellen Stock von unten aus dem Baum. Die Arbeit ist mühselig, aber lohnenswert, denn der Weltmarkt-Preis für Johannisbrot steigt stetig, weshalb in jedem Jahr zur Reifezeit die Polizei über Land fährt, um zu kontrollieren, ob Früchte illegal geerntet werden. Im letzten Jahr verschwanden immerhin rund 20 Tonnen. Johannisbrot ist ein gesundes Lebensmittel mit hohem Nährwert, das keine allergenen oder stimulierenden Stoffe enthält und die Funktion des Nervensystems unterstützt. Einst stand das Fruchtfleisch als Nahrungsquelle für Mensch und Tier im Vordergrund. Heute wird u.a. Carob-Pulver als cholesterin-, lactose und glutenfreie Alternative zu Kakao und Kaffee-Ersatz produziert. Die Frucht wird in regionalem Gebäck und Honig verwendet, es gibt 'Alfarroba'-Branntwein und Liköre.
02
Reisende, die in die Algarve kommen, haben ein Faible für die Fischereihäfen, wo sie die Boote beobachten, die entweder schwer beladen vom Fang zurückkehren oder wo die Fischer an Bord ihre Fanggeräte für die nächste Fahrt aufs Meer vorbereiten. Sagres am westlichen Ende der Algarve ist ein guter Platz, um den Alltag der Fischer kennenzulernen, aber auch die Fanggeräte. Unter ihnen fallen etwa 40 cm große Amphoren auf, die meist von Salzwasser angegriffen wirken und auf denen sich Muscheln festgesetzt haben. Mit diesen Gefäßen werden schon seit der Römerzeit Kraken und Tintenfische gefangen, insbesondere vor der Küste des Naturschutz-Gebietes Ria Formosa. Die tönernen Amphoren, ‘Alcatruz’ genannt, werden mit feinen Tauen zu einem Netz zusammengebunden und im Meer versenkt. Die Meerestiere schwimmen hinein, finden aber durch den engen Hals des Gefäßes den Weg nach draußen nicht mehr wieder. Diese Methode ist nachhaltiger als der Fang mit Reusen oder gar Schleppnetzen, denn es gibt praktisch keinen Beifang. Sind die gefangenen Tiere kleiner als 750 Gramm, werden sie ins Meer zurückbefördert, damit sie sich erst einmal entwickeln und später für Nachwuchs sorgen können, um die Arten nicht zu dezimieren. Moderne Fanggefäße aus Plastik sieht man in der Algarve praktisch nirgendwo, denn mit Ton-Gefäßen fängt man mehr als mit den Kunststoff-Behältern: Diese subjektive Erfahrung der Fischer wurde auch durch eine Studie der Algarve-Universität bestätigt.
03
Zum Reisen gehört das Probieren der lokalen und regionalen Küche des Urlaubslandes, doch nicht immer ist der Appetit groß genug für ein mehrgängiges Menü. Die ‘Rota do Petisco’ („Häppchen-Runde“), ein kleines Kulinarik-Festival, bringt hier Abhilfe und die beste Möglichkeit, in Restaurants, Snack-Bars und Cafés traditionelle Snacks, Süßigkeiten und Kreationen renommierter Küchenchefs von rustikal bis edel zu reduzierten Preisen auf der Basis regionaler Produkte zu versuchen. 232 Gaststätten nehmen in diesem Jahr bis zum 10. Oktober teil, viele auch in Ferragudo und anderen Orten in der Nähe Ihres Ferien-Domizils Oásis. Und da Portugal ein international geprägtes Land ist, finden sich auf den Speisekarten für die Häppchen-Runde auch Spezialitäten aus aller Welt, u.a. Sushi, Pasta oder Tapas, allerdings nach lokalen Rezepten zubereitet. Mann kann entweder mehrere kleine Speisen im selben Restaurant probieren oder sich entlang der ‘Rota do Petisco’-Karte von einem Lokal zum nächsten begeben kann. Ein Teil der Einnahmen sind stets zur Unterstützung sozialer Einrichtungen und Hilfsprojekte bestimmt.
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Zum Reisen gehört das Probieren der lokalen und regionalen Küche des Urlaubslandes, doch nicht immer ist der Appetit groß genug für ein mehrgängiges Menü. Die ‘Rota do Petisco’ („Häppchen-Runde“), ein kleines Kulinarik-Festival, bringt hier Abhilfe und die beste Möglichkeit, in Restaurants, Snack-Bars und Cafés traditionelle Snacks, Süßigkeiten und Kreationen renommierter Küchenchefs von rustikal bis edel zu reduzierten Preisen auf der Basis regionaler Produkte zu versuchen. 232 Gaststätten nehmen in diesem Jahr bis zum 10. Oktober teil, viele auch in Ferragudo und anderen Orten in der Nähe Ihres Ferien-Domizils Oásis. Und da Portugal ein international geprägtes Land ist, finden sich auf den Speisekarten für die Häppchen-Runde auch Spezialitäten aus aller Welt, u.a. Sushi, Pasta oder Tapas, allerdings nach lokalen Rezepten zubereitet. Mann kann entweder mehrere kleine Speisen im selben Restaurant probieren oder sich entlang der ‘Rota do Petisco’-Karte von einem Lokal zum nächsten begeben kann. Ein Teil der Einnahmen sind stets zur Unterstützung sozialer Einrichtungen und Hilfsprojekte bestimmt.