Wer am Strand spazieren geht, hat meist nur Augen für Meer und Felsformationen. Doch auch zu unseren Füßen tut sich einiges. Der Strand ist mehr als nur in Jahrmillionen durch Verwitterung geformtes Gestein: Hier tummeln sich Muscheln und kleine Krebse; Letztere kann man vor allem an Molen, Wellenbrechern und Klippen beobachten. Zudem gibt es die sogenannte Sandlückenfauna: Mikroskopisch kleine Tierchen, die zwischen den Sandkörnern leben: Wimperntierchen, Flohkrebse, Bärtierchen sind perfekt an die Bedingungen ihres Lebensraumes angepasst, ernähren sich von Bakterien und einzelligen Algen. Ein Tropfen Speiseeis oder ein Kekskrümel, die der Mensch ihnen überlässt, gehören ebenso zum Speiseplan. Die Artenvielfalt an manchen Stränden entspricht der eines Waldes. Nun hat ein Biologe ein weiteres Kleinstlebewesen in der Ria de Alvor entdeckt, dessen Präsenz in der Region bisher nicht bekannt war: Der Schlammdrache (Phylum kinorhyncha) ist ein Indikator für ein gesundes Ökosystem.