Unser Ausflugstipp führt dieses Mal in den äußersten Osten der Algarve, nach Vila Real de Santo António. Hier fällt zunächst das Stadtbild im Zentrum auf: Die schachbrettartig angeordneten Straßen und die regelmäßig gebauten Häuser mit ihren schmiedeeisernen Balkonen erinnern an die Architektur der Lissabonner Unterstadt: Urheber dieser Bauweise war in beiden Fällen der Marquis von Pombal, der nach dem Erdbeben 1755 auch in der Ost-Algarve eine Stadt mit den gleichen klaren Linien wie in der Hauptstadt errichtete, an Ort einer durch das Beben zerstörten Fischer-Gemeinde. Vila Real, die „königliche Stadt“, sollte auch dem Nachbarland nationale Größe zeigen, denn Vila Real ist die Grenzstadt zu Spanien – beide Länder trennt hier der Guadiana-Fluss. Man kann das Nachbarland nicht nur über die Brücke erreichen, sondern auch, wie schon seit alten Zeiten, per Fähre. Die Flussüberquerung bis Ayamonte dauert 15 Minuten und der Blick vom Wasser auf Vila Real und die Umgebung bietet eine neue Perspektive der Algarve. Anlässlich der 250-Jahrfeier der Stadtrechte gibt es dieses Jahr hier besonders zahlreiche kulturelle Veranstaltungen.