Martinstag, Wasser und Wald

November 2023

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Zum Martinstag gibt es in der Algarve keine Laternen Umzüge, sondern den ‘Verão de São Martinho’, den Martins-Sommer, so etwas wie die fünfte Jahreszeit. Er wird so genannt, weil in diesen Tagen fast immerwarmes, sonniges Wetter herrscht. Der Heilige Martin selbst gilt hierzulande übrigens als Schutzpatron derer, die gerne ein Gläschen Hochprozentiges zu sich nehmen oder dem Weingeist frönen: „No dia de São Martinho bebe o vinho e deixa a água para o moinho“ (Am Martinstag trinke Wein und lasse das Wasser für die Mühle) oder „Dia de São Martinho, vai à adega e prova o vinho“ (Am Martinstag, geh in den Keller und probiere den Wein) – das sind nur zwei von vielen Sprüchen zum Martinstag. Getrunken wird traditionell ‘Agua Pé’ (Tresterwein) und der Likörwein ‘Jeropiga’, ein starker Süßwein. Und dazu (aber auch ohne alkoholische Getränke) schmecken die frisch gerösteten Kastanien, die jetzt in den Fußgängerzonen vieler Orte direkt aus dem Ofen verkauft werden. Eine Delikatesse, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
02
Mineralwasser aus der Algarve ist europaweit renommiert; das mehrfach international preisgekrönte ‘Água de Monchique’, das nicht nur im Thermalhaus des Ortes ‘Caldas de Monchique’ genossen werden kann, sondern an zahlreichen Stellen aus dem Gestein der Gebirgsregion rinnt, zog zuletzt mit der Marke ‘Água de Monchique Natura’ bei der Kölner Lebensmittelmesse Anuga Aufmerksamkeit auf sich. Das Mineralwasser wird in der ersten in Portugal hergestellten Flasche verkauft, die die ohne Etikett auskommt – der Name ist in die Flasche geprägt, die ihrerseits aus recycelten Flaschen besteht. Der Inhalt von 555 ml ist eine weitere Besonderheit des Projekts mit dem Mineralwasser, das einen hohen natürlichen pH-Wert von 9,5 aufweist.
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Verlässt man die Küste der Algarve, kommt man in waldreiche Gebiete, vor allem in der Serra. Das Grün wächst und entwickelt sich von alleine, aber durch Waldbrände und verschiedene vom Menschen verursachte Eingriffe wird es nötig, aufzuforsten. Dies geschieht traditionell im November. Seit dem Beginn der Initiative im Jahr 2016 wurden 79.000 Bäume an 25 Stellen gepflanzt und zwar unter tatkräftiger Beteiligung Freiwilliger: über 8.200 Menschen haben sich dabei engagiert. Federführend bei der ökologischen Aktion ist die Universität der Algarve; die Bäume oder das Kapital, um Setzlinge anzuschaffen, stammen aus Spenden von öffentlichen Organisationen, Schulen, Gemeinden, aber auch Privatleuten. Die Auswahl der Arten hängt von den einzelnen Partnern und von den Orten ab, die aufgeforstet werden. Die Setzlinge benötigten Dünger, der von der Abfallverwertungs-Gesellschaft ALGAR kommt. Die Firma liefert Grünabfälle aus Gartenbau und Landwirtschaft der Algarve in Form von organischem Kompost für ökologische Landwirtschaft.
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