Ausflug, Skizzen, Meerestiere und Umwelt

Juli 2024

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Im Hochsommer ist die Algarve besonders quirlig und bietet sehr viele Veranstaltungen; der Reisende teilt sich die Algarve mit vielen Gleichgesinnten. Unser Ausflugstipp für einen Tag am Meer, aber abseits der Touristenströme führt in das Dorf Salema westlich von Lagos. Das gerade mal 300 Einwohner zählende Dorf ist Teil des Naturparks der Costa Vicentina und hat seinen traditionellen Charme bewahrt. Gewundene Gässchen und weiß getünchte Häuser bilden einen wunderbaren Gegensatz zum Blau des Meeres. Der Name des Ortes bezieht sich auf die Bezeichnung verschiedener Meerbrassen, die an der Küste zahlreich vertreten sind. Folglich bringen frühmorgens die Fischer ihren Fang an den Strand und flicken ihre Netze auf dem Areal; die Restaurants sind für fangfrischen Fisch bekannt. Hinter alldem verbirgt sich alte Historie. An den Stufen, die an der Westseite zum Strand hinunterführen, befinden sich gut sichtbare Dinosaurier-Fußabdrücke. Und im 19. Jahrhundert fanden enlang dem Küstenstreifen zwischen Salema und Sagres Seeschlachten zwischen Liberalen und Monarchisten statt. Archäologen fanden auf dem Meeresgrund eine umfangreiche Anhäufung von Schiffs-Artillerie mit hohem historischem Wert.
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“Unsere Zeichnungen sind eine Skizzierung von Zeit und Ort”, heißt es im Manifest der Urban Sketchers. Diese knapp 20 Jahre alte internationale Bewegung hält weltweit Landschaften und Stadtbilder mit Tusche, Aquarell, Tinte oder Bleistift in ihren Skizzenbüchern fest und die Zeichner sind immer häufiger in der Algarve anzutreffen. Sie erzählen, dass auch im Zeitalter allgegenwärtiger Handy-Fotos die zeichnerische Wiedergabe eines besonders schönen oder spannenden Ortes ihren eigenen Reiz habe: Eine Zeichnung bringt durch ihre Linienführung mehr Tiefe und mehr Perspektive in das Motiv als ein Foto. Sonne und Meer, Natur und Gastronomie sowie Fauna und Flora an der Algarve inspirierten die Zeichner, aber auch die kleinen Geheimnisse, das historische Erbe der Städte und Dörfer sowie die Strände. Die Zeichner treten gerne in einen Dialog mit Passanten, die ihnen zuschauen – die Beobachtung erlaubt einen neuen Blick mit Muße auf die Orte.
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Wer die Algarve kennt, weiß, dass im Sommer Sardinen allerorten auf Speisekarten zu finden sind und um das Fischlein herum ganze Festivals organisiert werden. Tatsächlich sind Sardinen Bestandteil eines vielseitigen kulinarischen Wirtschaftszweiges, der auch den Export erfasst. Schon seit einigen Jahren sind Kraken aus portugiesischen Gewässern in Spezialitäten-Restaurants in Japan sehr beliebt, wie man in der Fischauktionshalle im Hafen von Sagres erfährt. Ebenso erfolgreich soll auch die Sardine auf den Weg gebracht werden. Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Portugal rund 400 Fischfabriken; in der Algarve hatten sich 76 Betriebe auf die Verarbeitung von Sardinen spezialisiert. Heute ist nur ein Bruchteil der Fabriken in Betrieb, doch die haben in den vergangenen Jahren mit innovativer Produktion alte Traditionen wiederbelebt. Das Image von Opas altbackener Konservendose wird aufpoliert, namhafte Designer gestalten die Dosen. Auch geschmackliche Entwicklungen wie delikate Marinaden und gourmettaugliche Beilagen gehören dazu.
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Mit einer größer werdenden Zahl von Touristen an den Stränden wächst auch die Abfallmenge. Deswegen rufen die Verwaltungen immer wieder dazu auf, das Umwelt-Bewusstsein nicht in Urlaub zu schicken. Sowohl die Müllprofis von den Stadtwerken als auch freiwillige Helfer sorgen mit dem Müllsack in der einen und einer Greifzange in der anderen für Sauberkeit an den Stränden. „Umweltschutz beginnt beim Verhalten eines jeden Einzelnen”, sagt einer der Freiwilligen. Alle seien willkommen, sollten aber “bedenken, dass sie den Strand so zurücklassen, wie sie ihn auch selbst gerne vorfinden möchten: Sauber. An vielen Stränden finden sich originell gestaltete, vor allem aber unübersehbare Behältnisse als Sammelstelle für Plastikmüll und als stumme Bitte, diese Behälter auch zu nutzen. Plastikdosen und Flaschen, die dort landen, werden recycelt; der Ertrag kommt sozialen Einrichtungen zugute.