Landschaft, Auszeichnung, Ostern und Stadt

April 2026

01
Mit unserem Ausflugstipp möchten wir Sie ins Hinterland führen, das im Frühjahr besonders schön ist. Bäume und Sträucher tragen ihr noch frisches Grün, Wildblumen sprießen, Vögel zwitschern, die weite Landschaft bietet einen grandiosen Anblick. Um dies zu genießen, geht es in ein Tal der Serra de Monchique zum Barranco do Demo, also zur Teufelsschlucht, die tatsächlich aber nichts Dämonisches hat. Ein abgelegener Holzsteg führt durch dieses Gelände, dessen Kuriosum eine 50 Meter lange hölzerne Hängebrücke ist, die eine kleine Schlucht und einen Bach überspannt. Der gesamte Wanderweg ist knapp 3 km lang, durch das Auf und Ab des Weges aber eine Route, bei der Naturliebhaber auf leicht zugängliche Weise die Ruhe und Stille der Berge von Monchique in sehr gemächlichem Tempo genießen können. Der gesamte Holzsteg ist barrierefrei und der Spaziergang eine empfehlenswerte Aktivität für alle, die dem Trubel der Küste entfliehen möchten. Der Weg ist Teil einer längeren Route, die den Ort Alferce mit den Ruinen des Castelo de Alferce verbindet, eine maurische Burg aus der Bronzezeit.
02
Ihr Reiseziel Algarve hält sich im internationalen Vergleich an der Spitze der Reiseländer. Bei den kürzlich vergebenen World Travel Awards, dem Oscar des Tourismus-Wesens, erhielt Portugals südliche Küste die Auszeichnung als „Bestes Strandziel der Welt“, wie zuvor in den Jahren 2020, 2021 und 2024. Auch die portugiesische Airline TAP behauptete sich als eine der weltweit führenden Fluggesellschaften. Bereits vor dieser Verleihung war Portugal insgesamt zum „Besten Reiseziel Europas“ gewählt worden. In diesem Zusammenhang steigt auch die Zahl unterschiedlichster Freizeit- und Kultur-Angebote, sodass ein Urlaub in der Algarve nie langweilig und dennoch erholsam wird.
03
In diesem Monat wird Ostern gefeiert. Abseits der längst auch in Portugal vertretenen Symbole wie Osterhase, Osterglocken (die in Portugal nur im äußersten Norden bekannt sind) und Ostereier kennt man hierzulande auch uralte Legenden über die Osterzeit. Im Alentejo und an der Algarve erzählt man über das verzauberte Ei der Serra: Einst lebte in einem kleinen Dorf eine Frau, die für die kunstvoll bemalten Eier bekannt war, die sie zu Ostern verteilte. Die Legende will es, dass sie einmal am Karfreitag ein ungewöhnliches Ei fand, das größer war als alle anderen, einen goldenen Schimmer hatte und zu pulsieren schien. Neugierig nahm sie das Ei mit nach Hause und hörte in der Nacht ein Flüstern aus dem Garten: „Wer mich findet, wird die Zeit in seinen Händen halten, aber nur, wenn er zu geben versteht, bevor er nimmt.“ Am folgenden Tag beschloss die Frau, das Ei in viele Stücke zu zerteilen und diese mit den Familien des Dorfes zu teilen. Alle, die das Ei berührten, verspürten eine seltsame Leichtigkeit. Die Ernte, die Tiere und sogar der Frühling schienen sich nun von Jahr zu Jahr leichter und schöner zu entwickeln. Seither soll zu Ostern in jedem Dorf ein besonderes Ei aufbewahrt werden: Nicht zum Essen, sondern als Mahnung, dass die vergängliche Zeit großzügig und achtsam gelebt werden soll.
04
Lagoa, die Stadt, zu der Ihr Feriendomizil Ferragudo gehört, wird immer mehr zu einer Art Freiluftgalerie. Wer durch die Straßen des knapp achttausend Einwohner zählenden Ortes schlendert, stellt fest, dass viele Hauswände, Zäune und Mauern sich gegen visuelle Langeweile wehren: Kunsthandwerk neben Graffiti oder gemalten Ornamenten sorgen für Abwechslung und Farbe. Was jeweils wie eine private Initiative erscheint (und es meistens auch ist), hat in Portugal kulturelle, historische und soziale Gründe. Graffiti begannen in den 80er und 90er Jahren an Popularität zu gewinnen, nachdem sie bei der Nelkenrevolution vom 25.April 1974 bereits beliebt waren als eine Art der Kommunikation, um politische, soziale oder einfach nur künstlerische Botschaften zu hinterlassen. Nach und nach begannen einige Städte, Graffiti als öffentliche Kunst zu akzeptieren und sogar zu fördern, vor allen dort, wo es viele alte, sanierungsbedürftige Fassaden gab. Anstatt verfallene Wände zu belassen, erlauben oder beauftragen einige Gemeinden, aauch Lagoa, die Gestaltung künstlerischer Wandbilder.